Einzigartige (Hör-) Geschichten made in Ascheberg

Die Rabenmutter präsentiert ihr neues Projekt: Lausche Wölkchen

ASCHEBERG. Ja, ja das Leben! Es steckt voller Emotionen. Und die machen vor keinem Alter Halt. Marie Christin Uhlenbrock weiß das. Schließlich ist sie Mama. Bekannt ist die Aschebergerin allerdings als „Deine Rabenmutter“. Wie jetzt? Keine Sorge, der Name Rabenmutter ist in diesem Fall eher ein Synonym für einen erfolgreichen Blog, aber auch für ein Buch!

Und was genau haben nun Emotionen damit zu tun? Ganz einfach, eben diese Emotionen inspirieren Marie Christin Uhlenbrock. Mal zum Schreiben, mal zum Erzählen. Und dabei kann das Erzählen mehr als sinnvoll sein. Zum Beispiel um „seinem Kind die Angst zu nehmen“, sagt Marie Christin. Die vor dem Zahnarzt zum Beispiel. Auch der Tod ist so ein Thema, das Kinder beschäftigt. Die geliebte Oma, das Meerschweinchen… „all das sind Situationen, mit denen auch Kinder fertig werden müssen“, weiß die gelernte Erzieherin. Ihr Rezept: „Geschichten“, verrät sie schmunzelnd.
Aus eigener Erfahrung weiß sie, dass diese besonders wirkungsvoll sind. „Ich erzähle meiner Tochter oft situationsorientierte Geschichten, wenn da Dinge anstehen, die sie beschäftigen.“ Es sind Geschichten, die in keinem Buch stehen. Logisch, denn die Geschichten die Marie Christin Uhlenbrock erzählt, sind individuell auf die jeweilige Situation eines Kindes zugeschnitten.

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Die Aschebergerin Marie Christin Uhlenbrock ist gerne kreativ. Ihr neuestes Projekt: Lausche Wölkchen. Einzigartige Hörgeschichten, die individuell auf jedes Kind zu geschnitten sind und ihnen helfen besser mit Situationen klar zu kommen.

Und daraus ist eine ganz neue Idee entstanden. „Lausche Wölkchen“. Übersetzt bedeutet das Hörgeschichten. „Auf diese Weise kann ich viele Kinder begleiten“, erklärt Marie Christin, dass sie diese persönlichen Hörgeschichten für Kinder kreiert, die dann per MP3 zu ihnen hintransportiert werden. Die Technik machts möglich.
Kein Wunder also, dass in die Wohnung der Uhlenbrocks nun auch spezielles technisches Equipment Einzug gehalten hat. „Ja, irgendwie müssen die Geschichten ja aufgesprochen werden“, weist die „Rabenmutter“ auf ein Mikro in der kleinen Studioecke. Die ist vor allem abends belegt, denn dann wird Marie Christine Uhlenbrock hier tätig. Tagsüber ist sie Mama, Erzieherin und ach ja, das bisschen Haushalt muss ja auch noch irgendwie gewuppt werden.
Abends wendet sie sich dann den Dingen zu, „die für mich wichtig sind“, sagt sie. Und dabei inspiriert sie der Alltag und da vor allem die Kinder. Sie gibt ihnen ein bisschen etwas zurück, mit ihren einzigartigen Hörgeschichten, die Mut machen oder Trost spenden. Oder ganz einfach ausgedrückt, die den Kleinen helfen, mit der Emotionsvielfalt besser umgehen zu können. Denn genau dafür sind die „Lausche Wölkchen“ konzipiert. Made in Ascheberg. Die Nachfrage ist groß, das Angebot eher einzigartig. „Denn soweit ich weiß bin ich die Einzige, die das in Deutschland anbietet“. Auf Kinder individuell zugeschnittene Hörgeschichten, die das Leben irgendwie etwas leichter machen. Tina Nitsche

Weitere Infos gibt es unter:  http://www.frau-rabenmutter.de

 

 

 

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Es war einmal…

…eine alte Kastanie im Pfarrgarten St. Lambertus

ASCHEBERG. Das rot-weiße Flatterband signalisiert: Kein Durchgang. Die Säge summt dahinter ohne Unterbrechung, feine Späne tanzen durch die Luft. Und dann plötzlich kommt Bewegung ins Spiel und ein Teil des Baumstammes kracht gen Boden, wo er dumpf aufschlägt.

Burkhard Börger verfolgt das Schauspiel am Samstagmorgen im Pfarrgarten. „Ja, irgendwie tut das weh“, gibt er zu. „Jetzt wird der tägliche Blick aus dem Büro anders sein“, fügt der Verwaltungsreferent der Pfarrgemeinde St. Lambertus an. Diese alte Kastanie, an ihr hängen Erinnerungen. Es war einmal… eine Silberhochzeit, es waren einmal viele tolle Veranstaltungen, die dort auf dem Rasen in ihrem Schatten stattgefunden haben. „Ja, es war einmal….“, sagt auch Christian Raters.
Der Land- und Forstwirtschaftliche Dienstleister koordiniert die Baumfällaktion zunächst vom Boden aus. Hoch oben in der Luft schwingt Bernd Rohlmann vom Hubsteiger aus die Säge. Scheibchen für Scheibchen arbeitet er sich voran. Da ist Muskelarbeit gefragt, denn die alte Kastanie gibt nicht so einfach nach. „Aber, schau“, nimmt Christian Raters den soeben zu Boden gefallenen Teil des Baumstamms näher unter die Lupe. „Er ist hier hohl der Baum“, weist er auf ein großes dunkles Loch.

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Nachdem der erste Teil des Stammes am Boden lag wurde ersichtlich, dass der obere Stamm des Baumes hohl war. Foto: Tina Nitsche

Seine zuvor geäußerten Vermutungen bestätigen sich. Zumindest für den oberen Teil des Baumes. Doch das ist nicht der Grund, weshalb die alte Kastanie weichen muss. „Im Frühjahr sind Äste rausgekracht, das war zu gefährlich.“ Dem Grund dafür kam ein Gutachter auf die Spur. Das Bakterium Pseudomonas syringae pv. Aesculi oder einfach ausgedrückt Pilzbefall. „Der Pilz sitzt meistens hinter der Rinde und irgendwann unterbricht er dann die Wasser- und Nährstoffaufnahme des Baumes“, erklärt Fachmann Christian Raters.
Unterdessen bohrt sich das Sägeblatt erneut in das Holz und frisst sich Stück für Stück voran. Raters nimmt Augenmaß. „Na ja, zwei Mal noch, dann können wir den Baum ganz fällen“. Er, Christoph Stiens und Bernd Rohlmann sind ein eingespieltes Team. Der über 100 Jahre alte Baum stellt sie somit nicht vor eine ganz große Herausforderung. Aber die Aktion kostet Zeit. Bereits am Freitag haben die Vorarbeiten sieben Stunden gedauert. Am Samstag gesellen sich weitere sechs Stunden hinzu. „Aber mit dem Fällen alleine ist es nicht getan, in der kommenden Woche legen wir dann noch mal Hand an, wenn wir die Wurzeln ausfräsen“, so Raters. Denn zukünftig soll hier ja ein neuer Baum seinen Platz finden. „Vielleicht eine Amber, aber so genau wissen wir das noch nicht“, verrät Burkhard Böiger.

Der Baumstamm ist unterdessen soweit geschrumpft, dass der Traktor anrückt. Wieder bohren sich zunächst die Sägeblätter ins Holz, dieses Mal im unteren Teil. Und dann, dann ist es soweit, die Baggerschaufel leistet Schützenhilfe beim Anschieben. Der große Stamm gerät ins Wanken und kippt krachend um. Raters begutachtet den Stamm und stellt fest, dass die ersten Schichten noch gut durchfeuchtet sind und der Baum im unteren Bereich auch keine Hohlräume mehr aufweist. Fast 100 Jahre liegen mittags am Boden. „Ja, es war einmal… der Kastanienbaum“, sagt Burkhard Börger wehmütig. Tina Nitsche

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Urlaubsfeeling auf dem Katharinenplatz

Dritte Auflage von „Ascheberg trifft sich“ war erfolgreich

ASCHEBERG. Die Italiener reden mit den Händen, die Ascheberger taten das am Donnerstag lieber mit den Füßen. Denn ausgelassen tanzten einige auf dem Katharinenplatz zu bekannten italienischen Hits, bei der letzen Sommerausgabe in diesem Jahr von „Ascheberg trifft sich“. „Volare, cantare….“ als Domenico de Angel diese Klänge anstimmten, hielt es einige nicht mehr auf ihren Plätzen.

Andere wiederum prosteten sich fröhlich zu. „Das ist echt toll hier“, schwärmte Christa Frenster und ergänzte: „Irgendwie kommt da so etwas wie Urlaubsfeeling auf“. Die dritte Auflage von „Ascheberg trifft sich“ neigt sich nun zu Ende. Zumindest das Sommerprogramm. „Wir planen ja noch ein Event“, verriet Initiator Lutz Walter. Am 28. November soll es ein Winterspecial geben, so kündigten es der Veranstalter Ascheberg Marketing und Lutz Walter an. Für die dritte Auflage des munteren Spektakels zogen sowohl Walter als auch Bußkamp ein positives Resümee. „Die Veranstaltung wird gut angenommen“, so Walter. Zwar sei dieses Jahr nicht ganz an das Vorjahr herangereicht. „Aber wir hatten nun auch nicht dieses Top-Wetter wie in 2018“. Lutz Walter lobte vor allem die hervorragende Zusammenarbeit mit Ascheberg Marketing. Geschäftsführer Martin Bußkamp konnte dieses Lob nur zurückgeben. „Als Team sind wir wirklich zusammengerückt und haben eine Menge bewegt“.

Logisch also, dass die Zeichen da eindeutig auf Weitermachen stehen. Für 2020 stehen allerdings Überlegungen an, schon vor den Sommerferien zu beginnen. „Jetzt haben wir Mitte September. Das ist vielleicht ein bisschen zu spät. Vor allem da um diese Zeit viele Clubtouren anstehen“, befand Walter. Auch am Donnerstag war es nicht ganz so voll wie bei den anderen Veranstaltungen. Der Stimmung tat das jedoch keinen Abbruch. Das Wetter war perfekt, die Menschen sprühten vor guter Laune. „Das ist ein wirklich tolles Event“, befand auch Martin „Boat“ Weiß, der am Donnerstag ebenfalls zu den Gästen zählte. Warum die Veranstaltung so toll ist, schob er gleich hinterher. „Hier kann man sich nach Feierabend ganz locker, flockig, eben ungezwungen treffen. Man trifft Leute, hört Musik, Unterhaltung ist da garantiert“. Weiß dankte den Organisatoren „für diesen Einsatz, ich weiß wie viel Arbeit dahinter steckt.“

Arbeit, die Bußkamp und Walter gerne auf sich nehmen. „Wir sind hier ein Dorf und da treffen sich mitten in der Woche um die 200 Leute, das ist super“, will Bußkamp die Messlatte nicht zu hoch hängen. Ihm ist bewusst, das anderswo bei solchen Veranstaltungen durchaus 500 Leute zusammentreffen. „Aber da muss man auch das Verhältnis Dorf und Stadt sehen.“ Im Dorf wurde da auch am letzten Veranstaltungstag eine gute Resonanz erzielt, die irgendwie ein wenig italienisch angehaucht war. Tina Nitsche

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Beste Stimmung auf dem Katharinenplatz für die letzte Sommerausgabe von A“Ascheberg trifft sich“. Foto: Tina Nitsche